Und heute?

Die extreme Rechte im Spiegel aktueller Veröffentlichungen

Da Faschismus, Rassismus und Neonazismus (leider) keine Relikte einer düsteren Vergangenheit sind, haben wir an dieser Stelle einige neuere Veröffentlichungen zum Thema ausgewählt und in Stichpunkten aufbereitet. Klickt auf die entsprechenden Links, um mehr über den jeweiligen Beitrag zu erfahren. Die genauen Seitenzahlen stehen in Klammern.

Buchcover Neue Nazis

(Bildquelle: Website des Verlags Kiepenheuer & Witsch, www.kiwi-verlag.de)

In ihrer Publikation „Neue Nazis“ versuchen die Rechtsextremismus-Forscher Toralf Staud und Johannes Radke die Entwicklung der rechtsextremen Szene zeitnah nachzuzeichnen. Sie legen den Schwerpunkt auf neuere Phänomene innerhalb der Rechten, beispielsweise die „Autonomen Nationalisten“, „ProNRW“ oder den NSU („Nationalsozialistischer Untergrund“).

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(Bildquelle: Website des Verlags Ch. Links, www.christoph-links-verlag.de)

Andrea Röpke und Andreas Speit konzentrieren sich in ihrem Buch „Mädelsache!“ auf Frauen in der rechtsextremen Szene. Sie untersuchen die Rollenbilder, die Frauen in der Szene zugeschrieben werden bzw. die sie teilweise selbst suchen und leben wollen. Ein anderer Fokus liegt auf dem konkreten Nutzen, den sich der politisch rechte Rand vom Engagement der Frauen verspricht. Sehr empfehlenswert in diesem Zusammenhang: ein Referat von Ellen Esen am 20. Juni 2013 in der Volkshochschule Essen.

Dennis Wellmann zählt in seinem Artikel Zahlen und Fakten auf, die in Bezug zu den Morden des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ stehen. Sein Ziel ist es unter anderem, denjenigen, die den Prozess gegen die Terrroristin Beate Zschäpe verfolgen, Material an die Hand zu geben. Er beschreibt zudem, auf welches Umfeld die Terrorgruppe zurückgriff und welche Rolle die einzelnen Akteure und Akteurinnen dabei spielten.

Tim Karlson stellt das Konzept der „Anti-Antifa“ vor, welches sich in rechtsextremen Kreisen zunehmender Beliebtheit erfreut. Er beleuchtet exemplarisch die Situation in Rosenheim, einer bayerischen Stadt, bezieht sich aber auch auf Dortmund-Dorstfeld.

„Moderne Nazis“ waren schon 2007 ein Thema für Toralf Staud; es ist das Vorläufer-Werk zu „Neue Nazis“ (2012). In seinem 2007er-Buch rückt Staud den Versuch der NPD in den Mittelpunkt, die ländlichen Gebiete in Ostdeutschland zu „faschisieren“. Die NPD und ihr Umfeld, welches häufig aus gewaltbereiten Neonazi-Kameradschaften besteht, versucht über vermeintlichen Bürgersinn und nachbarschaftliche Hilfe Fuß zu fassen.

Seit 2012 residiert die nordrhein-westfälische NPD in Essen-Kray. Im Rahmen des hiesigen Runden Tisches entstand die Idee, mit einer Broschüre die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils vor ihren braunen Nachbarn zu warnen. Den Text der Broschüre haben wir hier in PDF-Form für euch zur Verfügung gestellt. Er zeichnet insbesondere die Wahlkampfstrategien der NPD sowie ihre Verknüpfung mit gewaltbereiten Neonazis nach.

Anlässlich des „ProNRW-„Wahlkampfs stellten die Essener Falken ein internes Papier zusammen, welches Strategien, Ziele sowie die Gefahren erläutert, die in Zusammenhang mit „ProNRW“ auftauchen können. Zudem findet ihr hier eine Präsentation, die einer unserer Referenten für eine Fach-Veranstaltung erstellte.

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