Gestapo

Historischer Hintergrund: Gestapo

Die Gestapo (GEheime STAatsPOlizei) war die Geheimpolizei des Nazi-Regimes. Ihre zentrale Aufgabe war es, politische Gegner ausfindig zu machen und zu verhaften. Darüber hinaus schüchterte sie die Menschen ein und versuchte somit, potenziellen Widerstand im Keim zu ersticken. Der Terror gegen Andersdenkende ist ein zentrales Motiv der Herrschaft in Unrechtsstaaten.

In den meisten größeren Städten betrieb die Gestapo Gefängnisse, in denen sie mittels Folter und katastrophalen Haftbedingungen ihre Gegner und Gegnerinnen mundtot machte und zu brechen versuchte. Die Gestapo war 1933 von Hermann Göring gegründet worden. 1934 verschmolz sie mit der SS, die bereits seit 1926 existiert hatte. SS bedeutet „Schutzstaffel“. Sie war ein paramilitärischer Kampfverbund – sprich: eine organisierte Schlägertruppe – der Nazis. Ihr Ziel war es ebenfalls, Nazi-Gegner- und gegnerinnen mittels roher Gewalt einzuschüchtern.

Die Verbindlichkeit geschriebenen Rechts war den Nazis gleichgültig. Das Justizsystem der NS-Zeit basierte vielmehr auf willkürlichen Verordnungen, die von den Verantwortlichen immer mit Blick auf den „Willen des Führers“ (Führerprinzip) ausgelegt werden mussten. Die Akteure des Rechtssystems mussten in ihren Entscheidungen immer die rassistische Ideologie berücksichtigen. Als Leitfaden galten die Nürnberger Rassegesetze vom 15. September 1935.

Die hier wiedergegebenen Informationen stammen aus dem Buch Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft von Hannah Arendt.

4 Gedanken zu „Gestapo

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